Augsburger Rathaus übernommen!

•November 25, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Sooo liebe Stadtverwaltung, lieber Oberbürgermeister, liebe Oberjuristen und Oberanwälte….

In all den Schlagzeilen rund um die aktuellen Augsburgr Blog-Geschichten möchten wir Augsburg doch auch einen Blogger-Freundlichen Touch geben und haben uns somit entschlossen die Sache einfach mal selbst in die Hand zu nehmen.

@alle Augsburgr Blogger: fühlt euch frei weiter zu bloggen, denn das Rathaus der Stadt Augsburg ist ab jetzt nur noch von und für die Bloggerwelt da 🙂

whatsyourplace.de – AugsburgR Rathaus

Update – augsburgR.de wieder registriert

•November 25, 2009 • Schreibe einen Kommentar

Nach Veröffentlichung unseres Falls hat sich gestern Nachmittag jemand „unsere“ Augsburg’s Domain registriert.

Besonders jetzt sollte man sich so etwas schon zweimal überlegen. Die Reaktion der Stadt Augsburg wird auch hier die Webgemeinde sicher interessieren.
Wir werden auch hier die aktuellen Entwicklungen im Auge behalten und weiter darüber berichten.

Der Tag danach

•November 25, 2009 • 2 Kommentare

Liebe Netzgemeinde,

nun melde ich mich auch mal direkt zu Wort.
Wir haben gestern Abend noch kurzerhand den Blog hier eingerichtet um direkt über das neueste Geschehen zu berichten.

Als erstes möchte ich mich mal für die grandiose Unterstützung seitens der Augsburger Allgemeinen im besonderen Sascha Borowski bedanken. Für den tollen Artikel, sowie den netten Kontakt per Telefon und E-Mail. Ein weiterer großer Dank geht an die ganzen Forenbenutzer, die Twittergemeinde und natürlich die gesamte Bloggosphäre, die die Sache verfolgt und entsprechend kommentiert/berichtet hat. Sehr gelungen!
Auch ein herzliches Dankeschön an die kurzfristige und kompetente Rechtsberatung von RA Klaus Krings

Weiterlesen ‚Der Tag danach‘

Web-Echo….

•November 25, 2009 • 2 Kommentare

Augsburger Allgemeine: Stadt Augsburg mahnt Blogger ab

Spiegel.de: Namensrecht: Stadt Augsburg mahnt Blogger ab – 1890 € für eine Anfrage

T-Online.de: Augsburg mahnt Blogger ab

Werbeblogger: Die Augsburger Abmahnkiste (mit Interview)

Cashy von stadt-bremerhaven.de: 1800 € Kosten für Domain mit Stadtnamen

Rhein Zeitung: Höflich gefragt – 1900 € Abmahnung kassiert

gulli.com: Stadt Augsburg mahnt Blogger ab – 1890 € Gebühr

Piratenpartei Schwaben: Stadt Augsburg im Abmahnrausch

Netzpolitik.org: Stadt Augsburg mahnt Blogger wegen „augsburgr.de“ ab

Focus Online berichtet nun auch: Erfolgreiche Proteste gegen Abmahnung

EDIT :
Winfuture hat die Meldung auch übernommen Abmahnung: Augsburg will 1.890€ für Mail-Anfrage

PC WELT zieht mit: Blogger muss nicht 1890€ an Stadt Augsburg zahlen

Jörg Lorenz – Rund um Excel und mehr: Die Augsburger Abmahnkiste

Heise.de: Abmahnung auf Anfrage

Heise.de fragt nach: Augsburger Domainaffäre: Nachgefragt beim Bürgermeister

Stadt Augsburg schießt mit Kanonenkugeln auf Spatzen

•November 24, 2009 • 8 Kommentare

Wir, drei junge Web 2.0 User aus Augsburg, wollten einen Blog im Internet starten, der sich mit den Themen aus Technik, Internet und dem öffentlichen Leben in und um Augsburg beschäftigt. Dazu suchten wir uns einen passenden Domain-Namen. Da wir ja alle aus Augsburg und Umgebung sind, war nichts passender als ein Name in Verbindung mit Augsburg zu wählen. Wir recherchierten ausgiebig, welche Domain-Namen noch frei wären und entschieden uns letztlich für „augsburgR.de“. Da uns sehr wohl bewusst war, dass der Name Augsburg rechtlich geschützt ist, formulierten wir eine höfliche Anfrage an die Stadt Augsburg, ob sie uns den Namen für diesen Blog genehmigen.

Anstatt einer einfachen Antwort erhielten wir 2 Wochen später ein aufgeblasenes Anwaltsschreiben, in dem wir zur sofortigen Löschung der Domäne aufgefordert wurden. Dieses taten wir umgehend nach eigener rechtlicher Prüfung. Der von der Stadt Augsburg konsultierten Anwaltskanzlei bestätigten wir die Löschung der Domäne umgehend.

Damit wäre der Fall für uns eigentlich erledigt gewesen.

Am 17.11.2009 erhielt wir einen weiteren Brief der Anwaltskanzlei, die nun 1.890,91 € „Schadensersatzansprüche“ geltend machen möchte, da der Streitwert auf 50.000,00 € angesetzt wurde. Ein Schaden ist jedoch in keinster Weise entstanden. Aus einer einfachen, höflichen Anfrage wurde eine „Anwaltsabzocke“, ähnlich dem Fall „Schifferer“ (Abschlepper).

Obwohl die Stadt Augsburg genügend hauseigene Juristen beschäftigt, und damit die Frage mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten hätte können, setzte sie externe Anwälte ein.

Es kann nicht sein, dass die Stadt Augsburg so überzogen reagiert und einen unbescholtenen Bürger, der keinen Schaden angerichtet hat, die rechtlichen Wege einhalten und der Stadt sogar noch kostenlose Werbung durch den bewusst gewählten Namen verschaffen wollte, so behandelt.